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1911

1911

Kontrollvereinigung 1911
Mit dem sich allmählich vollziehenden Umdenken in der Herkunftsfrage beschloss der Deutsche Forstwirtschaftsrat im Jahr 1906 einen Verzicht auf die Einfuhr jeglichen Forstsaatgutes aus dem Ausland. Auf Initiative des Privatklengenbesitzers Dr. SCHOTT schlossen sich die führenden Forstsamen- und Forstpflanzenbetriebe im Jahr 1911 zu einer Kontrollvereinigung zusammen. Die Mitglieder dieser Kontrollvereinigung gewährleisteten den Käufern von Forstsamen und Forstpflanzen die Herkunft des von ihnen abgegebenen Materials aus deutschen Beständen.
Da aber das Bestandesgefüge des deutschen Waldes schon weitgehend auch fruktifizierende Glieder fremder Herkünfte enthielt, konnte zunächst nicht gesichert werden, dass das damalige Kontrollzeichensaat- und Pflanzgut nicht etwa aus Erntebeständen stammte, die zwar im Inland aufgewachsen, aber aus fremdländischem Saatgut begründet waren.

Hauptausschuss für forstliche Saatgutanerkennung
Aus dieser Unsicherheit heraus wuchs die Erkenntnis, dass eine Sicherheit für die Herkunft genetisch einwandfreien Saatgutes nur durch eine Anerkennung von Erntebeständen gegeben werden kann, wobei allerdings die Kenntnis der genetischen Voraussetzungen hierfür zur damaligen Zeit noch in den allerersten Anfängen steckte.